Wie entstehen die Mondphasen?

Die Sonne beleuchtet immer eine Hälfte des Mondes. Von der Erde sehen wir unterschiedlich viel davon.

BLICK VON OBEN SonnenlichtSonne Erdbahn (angedeutet) Erde

So sehen wir
den Mond von der Erde

Ziehe den Mond mit der Maus
auf seiner Bahn.

Die linke Mondhälfte bleibt
im Modell immer beleuchtet.

Die Mondbahn ist zur Erdbahn geneigt.Deshalb gibt es nicht bei jedem Umlauf eine Finsternis.Schematische Darstellung · Größen und Abstände nicht maßstabsgetreu

Ziehe den Mond mit der Maus oder dem Finger auf seiner Bahn. Mit den Pfeiltasten kannst du ihn ebenfalls bewegen.

Wie lang ist ein Monat?

Zum Verschieben die Titelleiste ziehen.

Das hängt davon ab, woran wir den Umlauf des Mondes messen.

Siderischer Monat · etwa 27,32 Tage

Nach dieser Zeit steht der Mond von der Erde aus wieder in derselben Richtung vor den weit entfernten Sternen. Gemessen an den Sternen hat er die Erde einmal umrundet.

Synodischer Monat · etwa 29,53 Tage

Das ist die Zeit von einem Neumond zum nächsten – oder von einem Vollmond zum nächsten. Sie beschreibt den vollständigen Wechsel der Mondphasen.

Warum dauert das länger? Während der Mond die Erde umrundet, zieht auch die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne weiter. Der Mond muss deshalb noch etwas weiterwandern, bis Sonne, Erde und Mond wieder gleich zueinander stehen.

Weitere astronomische Monate
BezeichnungMittlere DauerWas wiederholt sich?
Anomalistischer Monat27,55 TageDer Mond erreicht erneut den erdnächsten Punkt seiner elliptischen Bahn (Perigäum).
Drakonitischer Monat27,21 TageDer Mond passiert denselben Bahnknoten erneut: den Kreuzungspunkt seiner Bahn mit der Ebene der Erdbahn. Das ist für Finsternisse wichtig.
Tropischer Monat27,32158 TageDer Mond kehrt zur gleichen Länge relativ zum Frühlingspunkt zurück. Das ist fast so lang wie der siderische Monat (27,32166 Tage).

Die Werte sind Mittelwerte; einzelne Umläufe sind unterschiedlich lang.

Kalendermonat: Unsere Monate mit 28, 29, 30 oder 31 Tagen sind eine Kalenderfestlegung.

Im Modell ist die Erdbahn nur angedeutet. Die Bewegung der Erde um die Sonne wird hier nicht mitanimiert.

Quellen: NASA: siderischer und synodischer Monat · NASA/JPL: Lunar Constants and Models

Merke: Nimmt der Mond ab oder zu?

Halte die linke oder die rechte Hand mit locker gekrümmten Fingern vor die Mondsichel. Vergleiche die Rundung deiner Hand mit der hellen Rundung des Mondes.

Zwei gekrümmte Hände mit Mondsicheln: links kleines a mit leuchtendem linkem Bogen für abnehmend, rechts altes Schreibschrift-z mit leuchtendem rechtem Bogen für zunehmend.

Links hell → abnehmend

Die Rundung passt zur linken Hand und zum linken Bogen des kleinen a wie abnehmend.

Rechts hell → zunehmend

Die Rundung passt zur rechten Hand und zum rechten Bogen eines alten Schreibschrift-z wie zunehmend.

Kurz gemerkt: Links hell: abnehmend. Rechts hell: zunehmend.

Auf der Südhalbkugel ist es andersherum!

Die Links-rechts-Regel ist dort genau umgekehrt: Links hell bedeutet zunehmend, rechts hell bedeutet abnehmend. Die Mondphase selbst ist überall gleich – nur ihre Ausrichtung am Himmel sieht anders aus.

BeobachtungsortLinks hellRechts hell
Nordhalbkugel, z. B. Deutschlandabnehmendzunehmend
Südhalbkugel, z. B. Australienzunehmendabnehmend

Am Äquator kann die Sichel „auf dem Rücken“ liegen

Die Sichel wirkt dort oft wie eine liegende Schale: Sie kann nach oben oder nach unten geöffnet sein. Ihre genaue Neigung hängt von der Tageszeit und der Stellung von Sonne und Mond ab; sie ist nicht immer exakt waagerecht.

Bei der gut sichtbaren Sichel am Abend- oder Morgenhimmel ist die Öffnung am Äquator typischerweise nach oben gerichtet. Die nach unten geöffnete Sichel gehört zur Tagesansicht und ist im hellen Himmel schwer zu erkennen.

Die Hand- und Buchstabenbilder oben zeigen die Merkhilfe für die Nordhalbkugel. Auch dort kann die Mondsichel schräg stehen.

Quellen: NASA: Mondphasen auf beiden Halbkugeln · Open University: Mondsichel am Äquator

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