In der vergangenen Woche nahmen die Klassen des siebten Jahrgangs der Emil-von-Behring-Schule an einer Gewässeruntersuchung an der Lahn teil.
Eine gute Stelle für die vielen geplanten Messungen und Untersuchungen befindet sich direkt in der Nähe des Marburger Südbahnhofs. Dort ist die Lahn sehr flach, und es gibt viele Steine, unter denen sich kleine Käfer, Insektenlarven und andere Wassertiere finden lassen.
Zunächst sind wir in Gummistiefeln oder Sandalen durch die Lahn gestiefelt und haben vorsichtig mit kleinen Keschern versucht, die vielen Minitiere einzufangen. Anschließend haben wir sie in mehreren Behältern nach Aussehen, Größe und der Anzahl der Beine sortiert sowie mit der Lupe untersucht und bestimmt. Wir haben gestaunt, wie viele Geräte und Messinstrumente Frau Kapaun vom Schulbiologiezentrum extra für diesen Tag mitgebracht hatte.
Nach einer gemeinsamen Pause mit Picknick haben wir Arbeitsgruppen gebildet und verschiedene Messungen durchgeführt. Einige Schülerinnen und Schüler hatten zum Beispiel die Aufgabe, die Wasserqualität mit pH-Teststreifen zu untersuchen, andere bestimmten die Fließgeschwindigkeit des Wassers.
Eine besondere Überraschung gab es, als eine Gruppe in der Lahn das Magazin einer alten Handfeuerwaffe fand. Wir informierten die Polizei, und im Laufe des Vormittags kamen Polizeibeamte vorbei und nahmen das Magazin mit.
Zum Schluss haben wir uns gegenseitig die Ergebnisse unserer Untersuchungen vorgestellt. Anhand der Tiere, die wir gefunden hatten, konnten wir Rückschlüsse auf die Wasserqualität der Lahn ziehen. Dabei stellten wir fest, dass die Lahn ein sehr sauberer Fluss ist.
Insgesamt haben wir unter der Anleitung des Schulbiologiezentrums des Landkreises einen sehr spannenden Tag an der Lahn erlebt.
Johnny Loncaric, 7c